Bei Dumpingpreisen bleiben nur Hungerlöhne

(23, 2, ‘2008-10-30 03:40:36 2008-10-30 01:40:36 … bin die Tage auf den Kommentar der Pressespecherin des Lektoren-Verbandes VFLL als Anmerkung zu einem Artikel vom September gestoßen. Darin sagt Verlagslektor Klaus Stadler unter anderem zum Thema Stundensätze von 20-30 Euro: „Der Beruf des freien Lektors ist häufig ja selbst gewählt. Wer sich dafür entscheidet, weiß doch auch um die Rahmenbedingungen und die finanziellen Grenzen.“

Im Kommentar rechnet die Pressesprecherin Susanne Schmidt recht klar vor, was von einem Stundensatz von 20 Euro letztendlich übrig bleibt:

… Je nach Ausmaß der Absicherung gegen Altersarmut, Berufsunfähigkeit oder Vermögensschäden sind es nur noch 5,50 €/h. Nach Zahlung der Einkommensteuer sind mehr als Dreiviertel vom Honorar ausgegeben. Die 20 € Stundenhonorar schrumpfen auf ein reales Einkommen von 4,60 €/h.

Bitte??? Das ist weniger als jeder von der Politik geforderte Mindesttariflohn! (okay, es ist noch über den 1-Euro-Jobs, aber bitteschön: Lektoren sind doch selbständige Unternehmer?!)

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