Faire Honorare in „Impulse“

Im letzten Monat hat mich eine Journalistin telefonisch interviewt, die für die August-Ausgabe von Impulse einen Artikel geschrieben hat zum Thema Honorarkalkulation für Einzelkämpfer (siehe hier im Inhaltsverzeichnis unten S. 72). Zu diesem Thema sind neben Medien- oder Kreativschaffenden auch Unternehmensberater und Coaches befragt worden, die Auskunft geben darüber, wie sie ihre Honorare festgelegt haben.

Was mir im Artikel gut gefallen hat, war die Aussage von der Gründungsberaterin Maria Kräuter, die davor warnt, den Beruf wie ein Hobby zu verstehen. Sie erlebe in der Beratung immer wieder Menschen, die sich freuen, „für das, was sie gerne tun, auch noch Geld zu bekommen“. Auf einer Grundlage von Selbsterfüllung oder Selbstverwirklichung ein Honorar für die Berufstätigkeit zu kalkulieren, führt natürlich schnell ans untere Ende der Einkommensskala.

Was mir im Artikel nicht so gut gefallen hat, ist der Stundensatz, der bei mir wiedergegeben ist. Ich hatte im Telefonat gesagt, wie viel ich üblicherweise für eine Stunde kalkuliere und durch eine Nachfrage entwickelte sich das Gespräch weiter und ich erzählte, dass ich bei größeren Kunden oder größeren Auftragsvolumen von diesem üblichen Stundensatz auch abweiche und in diesem Fall quasi als Mengenrabatt auch günstiger anbiete. Leider ist diese Differenzierung je nach Auftragsvolumen im gedruckten Artikel unter den Tisch gefallen. Stattdessen vermittelt der Artikel jetzt den Eindruck, der günstigere Stundensatz in Höhe von 50 bis 60 EUR sei bei mir der normale Stundensatz. Das ist jedoch nicht der Fall!

Falls also einer meiner Kunden mit dem üblichen Stundensatz den Artikel in Impulse gelesen hat oder noch liest: Lassen Sie sich bitte nicht irritieren, dass im Impulse-Artikel ein niedrigerer Stundensatz steht als der, den ich bei Ihnen abgerechnet habe. Sie möchten auch gern den niedrigeren Stundensatz haben? Das mache ich gern, wenn Sie mir gegenüber das Auftragsvolumen erhöhen.

So, das musste jetzt mal gesagt werden, damit es nicht zu Missverständnissen kommt …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.