Wirtschaftsmeldungen der letzten Wochen

Zum Schreiben bin ich in den letzten Wochen zwar nicht gekommen, aber zum Lesen. Und da gab es einige Meldungen im Wirtschaftsteil, die zum Nachdenken anregen.

Zum Beispiel die McKinsey-Studie, die für Millionen Menschen aus der Mittelschicht den sozialen Abstieg vorhersagt, sollte es nicht zu einem deutlichen Wachstumsschub kommen.

Dass der Niedriglohnsektor in Deutschland „innerhalb von einem Jahrzehnt von 15 auf 22 Prozent“ angestiegen ist – nun ja, das ist jetzt nicht soo neu. Neu für mich war, dass es noch nicht einmal die ohne Ausbildung sind, sondern dass drei Viertel der Niedriglöhner eine Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss haben. Hm. Ist das jetzt der klassische studierte Taxifahrer? Oder sind in dieser Statistik auch schon freischaffende Medienleute drin?

Apropos Statistik: So gab es auch zu lesen, dass die Preise schneller steigen als die Einkommen. Insgesamt wurden in den letzten fünf Jahren 3,7 Prozent an Kaufkraft eingebüßt. Jetzt im April sind die Verbraucherpreise “nur” zwischen 2,2 und 2,9 Prozent gestiegen. Das Schöne ist: Pauschalreisen und Ferienwohnungen sind günstiger geworden.

Das ist doch ein schöner Trost dafür, dass die Lebensmittel- und Energiepreise sind im Vergleich zum Vorjahr kräftig gestiegen sind: Heizöl um 41,3 Prozent, Molkereiprodukte und Eier um 21,8 Prozent und Frischobst um 9,9 Prozent. Fahren wir einfach mehr in Urlaub, dann ist der Hunger zu Hause nicht so groß.

Aber halt: Auch das können sich in Zukunft immer weniger leisten. Der neue Armutsbericht der Bundesregierung zeigt, was wir alle ahnen: die Mittelschicht wird immer kleiner und im Gegenzug wird die Lücke zwischen Arm und Reich immer größer.

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