Wiesn-Wirt müsst ma sei

Gerade in der Presse über die Preisentwicklung auf dem Oktoberfest gelesen. Traumhaft, dieser Preisanstieg: 1985 kostete ein Maß Bier umgerechnet 3,90 Euro. 24 Jahre später sind es im Durchschnitt knapp 8,45 Euro.

Und beim weiteren Herumstöbern bin ich auf einen SZ-Artikel vom Vorjahr gestoßen, in dem diese Rechnung aufgemacht wird: 1950 kostete ein Maß Bier noch 1,70 Mark, umgerechnet 0,83 Euro. Im letzten Jahr lag der Durchnittspreis bei 8,30 Euro. Also zehnmal so viel.

1950 kostete ein Liter Super 0,56 Mark, umgerechnet 0,32 Euro. Heute liegt er bei 1,44 Euro. Also grob viereinhalbmal so viel, weniger als die Hälfte der Bierpreissteigerung.

Hm, ja, soso: Trotz mehrerer Ölkrisen und massiver Steuererhöhungen ist Superkraftstoff in den letzten Jahrzehnten weniger stark gestiegen als das Wiesn-Bier. Da sich die Honorare auch nicht sooo stark gesteigert haben, betankt der gemeine Freelancer also wohl besser sein Auto als sich selbst. Nüchtern bleiben. Sagt uns die Preisentwicklung.

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